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VfL Oldenburg III baut Serie mühsam aus 

Knut Bloemer konnte sich auszeichnen
Knut Bloemer konnte sich auszeichnen

Am Freitagabend gewann der VfL Oldenburg III das Auswärtsspiel bei der SG FriPe mit 3:1 und steht in Tuchfühlung zu Platz drei und zwei.

Aber, es war ein mühsamer Arbeitssieg, der VfL-Coach Sebastian Schmacker an der Seitenlinie erlebte. Die erste Torchance der Partie hatten die Gastgeber in der 7.Minute, Derk Briese schoss einen Freistoß in die Torwartecke und VfL-Schlussmann Knut Bloemer parierte.

Nur drei Minuten später hatte Philip Steenken auch das 1:0 auf dem Fuß, sein Lupfer ging auch über Bloemer hinweg, aber auch Tor vorbei. „Wir haben die erste Viertelstunde richtigen Mist gespielt“, lautet das Anfangsfazit von Sebastian Schmacker, aber nicht wörtlich wiedergegeben.

Dann wurde es besser, auch der VfL kam zu Chancen, die größte durch Philipp Kuschnik in der 23.Minute, aber er scheiterte alleine vor dem SG Tor am Torhüter Kai Betten. Im Anschluss gab es einen Freistoß für den VfL, dazu ein kleines, harmloses verbales Scharmützel von einem SG Akteur zu einem VfL-Spieler, der Wortlaut ergab sich für den Schiedsrichter anders als tatsächlich gesprochen und es gab glatt gegen die SG.

Den folgenden Freistoß setzte Jan-Thore Bernsee erst in die Mauer, im Nachschuss landete der Ball flach im Eck zum 0:1. Im weiteren Spielverlauf fiel die Unterzahl der Gastgeber nicht wirklich auf, die SG igelte sich auch nicht ein, sondern spielte weiter munter mit.

In der 45.Minute hatte Henri Heinsen die Chance zum 0:2, scheiterte aber auch am SG-Keeper, der stark parierte, im Gegenzug landete ein Freistoß von Derk Briese knapp neben dem Tor.

Im zweiten Durchgang gab es dann kaum noch Möglichkeiten zu Toren und die, die es gab, waren dann auch drin. In der 53.Minute verwandelte Jan-Thore Bernsee einen Elfmeter zum 0:2 und Julian Kuschnik erhöhte in der 63.Minute auf 0:3.

Das Spiel plätscherte so ein wenig dahin, ohne das die Gastgeber gefährlich vor das Tor kamen, bis auf einmal Oliver Matyl zum Schuss ansetzte, VfL-Schlussmann Bloemer zwar noch mit der Faust dran war, den Treffer zum 1:3 aber nicht verhindern konnte. Plötzlich war wieder Schwung im Spiel und zwar von den Gastgebern. Das VfL-Spiel, heute ohnehin nicht so klasse, kam etwas aus der Bahn aber die SG erspielte sich keine zwingenden Chancen mehr.

Bitter wurde es indes zehn Minuten vor Spielende. Als der Schiedsrichter einen weiteren SG-Spieler des Feldes verwies. Er zückte die Ampelkarte nach einer Situation in der er ein Foulspiel gesehen hatte, es aber kein Vergehen vorgelegen hat. „Das hat uns dann endgültig das Genick gebrochen“, sagte SG-Coach Philipp Aspridis, der mit der Leistung und der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden war.

„Die Jungs haben sich super verkauft, aber gegen die Willkür und dem fehlenden Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters hatten wir heute keine Chance. Ich will mich nicht falsch verstanden wissen, wir haben nicht wegen dem Schiedsrichter verloren. Meine Mannschaft hat die Rückschläge auch recht ordentlich weggesteckt, aber die Unruhe die natürlich aufgekommen ist, hat uns den Schwung gekostet und die Motivation. Der Wille war da, ich meine das Spiel hätte auch Remis ausgehen können, wer weiß, wie das Spiel gelaufen wäre wenn wir in Führung gegangen wären, die Chance war da. Aber, so ist das Spiel halt verloren gegangen, aber wir können weiterhin auf die Leistung aufbauen“.

VfL-Trainer Sebastian Schmacker war auch froh, als das Spiel endlich zuende war. „Das war wirklich nicht schön heute. Am Ende steht ein Sieg, drei Punkte aber mehr auch nicht. Was die Jungs heute gespielt haben und warum sie das Spiel so gespielt haben, wissen sie wohl nur selbst. Dennoch sind wir im Soll, haben wieder nicht verloren. Streckenweise war es aber nicht schön anzusehen. Das sollte am kommenden Montag beim Post SV etwas anders werden“.

Nordwest-Zeitung

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